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Klosteranlage Schiffenberg

Der Schiffenberg, ein 280 m hoher Basaltausläufer des Vogelsberges liegt etwa 5 Kilometer südöstlich des Gießener Stadtzentrums inmitten eines Waldgebietes. Auf dem Plateau des Schiffenbergs befindet sich die ab dem frühen 12. Jahrhundert entstandene Klosteranlage Schiffenberg.

Die ehemalige Klosteranlage umfasst die mit einer mächtigen Mauer umgebenen noch erhaltenen Gebäude, einen großen Innenhof mit altem Baumbestand und den Torgarten (Eselsgarten). Der wichtigste und älteste Bau der Anlage ist die dreischiffige, doppelchörige Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert, die aufgrund ihres Alters und ihrer architektonischen Bedeutung im Juli 2012 den Rang eines Bauwerks von nationaler Bedeutung erhielt.

Seit dem 19. Jahrhundert erfreut sich das Kloster als familiäres Ausflugsziel und Ort kulturellen Lebens mit Veranstaltungen und Konzerten, wie zum Beispiel der Konzertreihen Musikalische Sommer oder Gießener Kultursommer größter Beliebtheit.

Die Geschichte des Klosters Schiffenberg beginnt mit der Gleiberger Gräfin Clemetia, die den Berg bzw. die Burg Schiffenberg dem Erzbistum Trier gestiftet hat und verfügte, dass dort ein Kloster erbaut werden solle. Gräfin Clemetia stiftete zwischen 1103 und 1105 den Augustinermönchen aus Springiersbach den Schiffenberg und 1129 wurde die noch unvollendete Kirche vom Trierer Erzbischof Meginer geweiht.

1323 bestimmte Erzbischof Balduin von Trier infolge von lang anhaltenden Querelen, wegen Misswirtschaft und aus politischen Gründen die Aufhebung des Klosters. Der Deutsche Orden übernahm 1323 bis 1809 das Kloster. Durch den Neuanfang entstanden das Komturei-Gebäude (1493-1500) und die ehemalige Propstei (1463) mit schönen Erkern, die ursprünglich kleine Türmchen trugen. Zwischen beiden Gebäuden steht ein jüngerer Bau (1700) mit Portal und einem schön gestalteten Brunnen (1715).

Im 1716 ergänzten Pferdestall befindet sich heute eine Gießener Kunstgalerie mit ständigen Wechselausstellungen.

An seiner Nordseite steht die 1130-1150 gebaute eindrucksvolle romanische Pfeilerbasilika mit Querschiff und achteckigem Vierungsturm. Da das südliche Seitenschiff in der Zeit der Säkularisierung abgetragen wurde, schaut man heute von außen durch die Langhausbögen ins Innere der Kirche.

1809 hob Napoleon den Deutschen Orden auf, und der Schiffenberg wurde nun großherzoglich hessische Domäne. Nachdem der Schiffenberg bereits 1939 der Gemarkung Gießen zugeordnet worden war, ging er 1972 in den Besitz der Stadt über und wurde zum Naherholungsgebiet ausgebaut.

Im Sommer finden auf dem Schiffenberg Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen statt. Auch befinden sich in der Anlage ein Restaurant sowie ein im Sommer gut besuchter Biergarten im Hof.

Vom Plateau des Schiffenbergs aus bietet sich den Besucherinnen und Besuchern ein herrlicher Ausblick in die Region. Von hier sind auch die nördlichen Ausläufer des Limes, des Römischen Grenzwalls, auszumachen.

Adresse: Gießen, Schiffenberg, von Stadtzentrum aus über den Schiffenberger Weg in Richtung Pohlheim-Hausen oder mit dem Stadtbus SWG Linie 6 bzw. bis zum Fuße des Schiffenberg mit den Buslinien RMV 372 und 375.

Info und Führungen: Tourist-Info Gießen, Tel. 0641 306-1890


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Bild: Klosteranlage Schiffenberg
Klosteranlage Schiffenberg