Das GießenerLand im Landkreis Gießen

Das GießenerLand umfasst als Freizeitregion alle 18 Kommunen im Landkreis Gießen. Seit Juni 2000 engagiert sich der Kreisausschuss des Landkreises Gießen in der Förderung des Tourismus und der Naherholung.

Im Herbst 2000 entwickelten die Kreis-Kommunen unter Federführung der Kreis-Tourismusförderung das gemeinsame Logo „GießenerLand – Hessens grüne Mitte“. Zahlreiche interkommunale Projekte und Aktionen wurden seitdem unter dem Namen „GießenerLand“ umgesetzt und GießenerLand-Publikationen erstellt.

Eine Übersicht zu den aktuellen GießenerLand-Publikationen finden Sie unter der Rubrik “Downloads”.

Freizeit

Wald-, wasser- und pflanzenreich ist das GießenerLand in Hessens grüner Mitte. Das sanfte Mittelgebirge mit zahlreichen Fließgewässern, dem Lahntal, den Ausläufern von Taunus und dem vulkanischen Vogelsberg bietet besonders zum Radeln und Wandern, zum Spazierengehen bis hin zum Golfen viele Freizeitmöglichkeiten inmitten von Natur und Kultur.

Entspannung in der Natur und Kulturgenuss lassen sich hier hervorragend miteinander verbinden. Spuren der weit zurück in die Vergangenheit reichenden, regionalen Geschichte kann man heute noch an vielen kleinen und großen Kulturstätten und in Museen entdecken und nachspüren. Schlösser und Burgen, Gärten und Parks, Weltkulturerbe Limes oder die Kelten am Dünsberg sind wohl die bekanntesten Stätten im GießenerLand aber auch beeindruckende Klosteranlagen, Aussichtstürme mit schönen Ausblicken und viele weitere historische Stätte und Kleinoden laden zu Ausflügen ein.

Destinationen - Reiseregion

Das GießenerLand verknüpft gleich drei Destinatonen, die als Reiseregionen Lahntal, Vogelsberg und Taunus bekannt sind. Als Urlaubsort ist das GießenerLand somit ein zentraler Ausgangspunkt, um Ausflüge, Wander- oder Radtouren ins Lahntal, in den Vogelsberg oder in den Taunus zu unternehmen.

Logo-VB-2018

Das Gebiet des heutigen GießenerLandes blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Bereits in der Altsteinzeit war es besiedelt und stets Durchzugsgebiet verschiedener Völker und Kulturen. Obwohl klimatische Bedingungen, Kriege und Überbauungen die Spuren dieser Vergangenheit teilweise zerstört haben, gibt es heute noch zahlreiche historische Zeugnisse und Spuren aus verschiedenen Epochen im GießenerLand zu entdecken.

Die kulturhistorischen Stätten stellen wir in der Rubrik Sehenswertes & Kulturelles vor.

Kultur macht eine Region lebendig, zeigt die regionale Geschichte aber auch das Leben im Hier und Jetzt. Kultur bedeutet im GießenerLand allein über 300 Veranstaltungsangebote im Jahr, die in der Rubrik Veranstaltungen aufgelistet sind.

Es bedeutet aber auch ein reges und vielfältiges Vereinsleben und regionale kulinarische Spezialitäten, wie den Bellschou (Hackbraten mit Zwiwwelsoße) und Apfelsaft von heimischen Streuobstwiesen. Zahlreiche Theatergruppen, zwei Programmkinos, regionale Musik- und Konzertreihen und zahlreiche Museen bieten Kultur zum Zuschauen, Zuhören, Mitmachen und Erleben. Kurzvorstellungen der Museen, Spielstätten und Konzertreihen im GießenerLand sind unter der Rubrik Kultur zu finden.

Das GießenerLand grenzt im Uhrzeigersinn im Westen beginnend an die Landkreise Lahn-Dill-Kreis, Marburg-Biedenkopf, Vogelsbergkreis und Wetteraukreis. Kooperationen und gute nachbarschaftliche Beziehungen prägen diese Gemeinschaft in der Mitte Hessens.

Rund 2/3 der Beschäftigten im GießenerLand sind in der Dienstleistungsbranche, 21% im produzierenden Gewerbe tätig. Die meisten Unternehmen sind klein und mittelständisch, größtenteils im Familienbesitz und engagieren sich für unsere Region. Viele davon sind als sogenannte Hidden Champions Weltmarktführer mit hoch spezialisierten Produkten.

Zahlreiche kleine Startup Unternehmen zeichnen die Region mit ihrem hohen Anteil an Studierenden als guten Wirtschaftsstandort mit kreativem Gründerklima aus. In der Gründungs-Bundesliga belegt das GießenerLand Platz 35 von insgesamt 403 ausgewerteten Städten und Landkreisen.

Zusammen mit den Landkreisen Limburg-Weilburg, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf und Vogelsberg gehört der Landkreis Gießen zum Regierungspräsidium Gießen und der Region Mittelhessen. Die Landkreise bilden verwaltungstechnisch das Dach für die jeweils zugehörigen Städte und Gemeinden. Das oberste politische Gremium eines Landkreises ist der Kreistag. Er trifft die politischen Entscheidungen und überwacht die Verwaltung. Der Kreistag und der/die Landrat/Landrätin werden von den wahlberechtigten Einwohner:innen des Landkreises gewählt.

Im Landkreis Gießen gewann in der Direktwahl am 7. Juni 2009 Anita Schneider (SPD) mit 54,8 Prozent der Stimmen und war seinerzeit Hessens erste Landrätin. Mittlerweile ist sie in der dritten Wahlperiode im Amt. Hauptamtliche Kreisbeigeordnete sind Christopher Lipp (CDU), Frank Ide (Freie Wähler) und Christian Zuckermann (Bündnis 90/Die Grünen). Kreistagsvorsitzender ist Claus Spandau (CDU).

Das Klima im GießenerLand gehört zu den feucht-gemäßigten Klimazonen Deutschlands. Der kälteste Monat ist der Januar mit durchschnittlich −0,1 °C; am wärmsten wird es im Juli mit einem Mittel von 18,2 °C.
Mit durchschnittlich 31 mm Niederschlag ist der März, der Monat mit dem wenigsten Niederschlag, während der regenreichste Monat der Juni mit 66 mm Niederschlag ist. Der Frühling ist im GießenerLand vergleichsweise trocken.  Die durchschnittliche Sonnenscheindauer für den Landkreis beträgt 1625 Stunden pro Jahr.

Geologie

Geologisch lässt sich das GießenerLand in drei wesentliche Bereiche von West nach Ost einteilen. Die ältesten Gesteine befinden sich im Westen und werden dem Rheinischen Schiefergebirge zugeordnet. Das Rheinische Schiefergebirge ist ein Teil des variszischen Gebirges, das vor ca. 300 Millionen Jahren durch die Kollision zweier Kontinente aufgefaltet wurde. Dieses Gebirge wurde durch Verwitterung und Erosion weitgehend abgetragen und ist nur noch in Resten, wie dem Rheinischen Schiefergebirge vorhanden.

Die Gesteine des Schiefergebirges sind im Erdaltertum vor 408-290 Millionen Jahren entstanden. Im GießenerLand sind typische Gesteine dieses Gebiets Schiefer, Sandsteine, Quarzite, Kalksteine, Massenkalk sowie magmatische Gesteine, wie Diabase und Tuffe.

Auf die Gesteine des Rheinischen Schiefergebirges folgt ein Nord/Süd gerichteter Senkungsbereich (etwa im Bereich der Lahn), welcher der Hessischen Senke zugeordnet wird. Die jüngeren Gesteine der Senke sind vor 280-200 Millionen Jahren abgelagerte Sedimente, wie Schotter, Tone, Sande, rote Sandsteine und Konglomerate.

Kleinräumig wird um Gießen der Senkungsbereich unterteilt in das Gießener Becken und die Gießener Schwelle, ein flacher Höhenrücken, der die Wasserscheide zur Wetterau bildet. Von Norden nach Süden stellen Lahntal, Gießener Becken, Gießener Schwelle und Wetterau eine große morphologische Mulde dar, die zusammen das Lahn-Dill-Bergland, Hintertaunus und Hochtaunus im Westen vom Vogelsberg im Osten trennen.

Erst im Tertiär vor ca. 60 Millionen Jahren wurde durch den Vogelsbergvulkanismus östlich der Hessischen Senke im GießenerLand die dritte geologische Einheit aufgesetzt. Der Vogelsberg ist mit seinen Basalten und Basalttuffen über eine Fläche von ca. 2200 km² das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas. Diese vulkanischen Aktivitäten reichten durch Bruchlinien weit nach Westen und so stehen auch die Burgen Gleiberg, Vetzberg und Staufenberg auf tertiären Basaltkuppen. Im Gebiet der Stadt Gießen entstanden die Erhebungen Schiffenberg und Hangelstein.

Mit dem Ende des Tertiärs entstanden das heutige Gewässernetz und die daraus folgenden Flussablagerungen aus lehmigen Kiesen und Sanden. Im darauf folgenden Quartär (vor 1,8 Mio. – 20.000 Jahren) bildeten sich durch Anwehungen von Lößlehm (staubfeiner toniger Sand) unterschiedlich starke Lößbedeckungen, was zu fruchtbaren Böden für die Landwirtschaft führte.

Geografie

Das GießenerLand gehört zu den idyllischen Mittelgebirgsregionen Hessens mit zahlreichen Feldern, Streuobstwiesen, Wäldern und Fließgewässern. Es erstreckt sich vom Gladenbacher Bergland im Nordwesten über das Lahntal bis in den Vogelsberg im Osten. Im Süden prägen die Ausläufer von Taunus und Wetterau die Landschaft.

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Quadratkilometer
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kleinere Fließgewässer
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Seen & Teiche

Dabei ist die Lahn das einzige Fließgewässer im GießenerLand, das als Verkehrsweg genutzt wird und seit vielen Jahren zu Deutschlands beliebtesten Flüssen zum Kanu- und Kajakfahren gehört.

höchsten Erhebungen

tiefsten Geländepunkte (m ü. NN)

Aktivitäten und Ausflugsangebote stellen wir in den Rubriken
Aktiv & Natur vor.

An- und Rundreise

Das GießenerLand in Hessens grüner Mitte ist gut an das überregionale Straßen- und Bahnnetz angeschlossen.

Innerhalb des GießenerLandes erschließen mehr als 40 Buslinien die Region. Wer jedoch in einem entspannten Tempo das GießenerLand kennen lernen möchte bieten sich Rad- und Wanderrouten an, um zahlreiche und bis zu 5.000 Jahre alten historischen Stätten und die grüne Landschaft zu entdecken.

Die Anreise zum GießenerLand mit Pkw ist gut über die vier durch den Landkreis verlaufenden Autobahnen A5 (Frankfurt – Kassel), A45 (Hanau-Gießen-Dortmund), A480 (Reiskirchener Dreieck nach Wetzlar) und A485 (Gießen – Langgöns) möglich.

Die das Kreisgebiet erschließenden Bundesstraßen, wie die B3 (Gießen–Marburg), die B49 (Alsfeld – Gießen – Wetzlar – Limburg) und die B457 (Gießen – Lich – Hungen – Nidda – Gründau) ermöglichen einen zügigen Anschluss an das Autobahnnetz.

Das Rhein-Main-Gebiet mit der Stadt Frankfurt am Main und dem internationalen Flughafen Frankfurt ist über die Autobahn A5 in 60–80 km optimal zu erreichen.

Im GießenerLand ist der Bahnhof Gießen der zentrale Knotenbahnhof mit Fernverkehrsanschluß für Anreisen und Erkundungen der Region. Eine direkte Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet besteht durch die Main-Weser-Bahn (Kassel-Gießen-Frankfurt, u.a. InterCity-Züge im 2-Stunden-Takt). Haltestellen befinden sich im GießenerLand von Nord nach Süd auf dieser Bahnstrecke in Lollar-Friedelhausen, Lollar, Bahnhof Gießen, Großen-Linden und Lang Göns.

Vom Bahnhof Gießen aus erschließenden die folgenden Bahnlinien das Kreisgebiet:

  • Vogelsbergbahn (Gießen-Fulda) mit Bahnhöfen bzw. Haltestellen in Gießen (Licher Straße), Großen-Buseck, Reiskirchen, Saasen, Göbelnrod, Grünberg und Lehnheim.
  • Lahn-Kinzig-Bahn (Gießen-Gelnhausen) mit Bahnhöfen bzw. Haltestellen in Gießen (Erdkauter Weg), Watzenborn-Steinberg, Garbenteich, Lich, Langsdorf, Hungen und Trais-Horloff.
  • Lahntalbahn (Gießen- Weilburg -Koblenz) und
  • Regionalexpresszüge über Wetzlar, Herborn, Haiger bis nach Aachen.

Die zahlreichen Orte im GießenerLand sind mit Linienbussen der Verkehrsgesellschaft Oberhessen mbH (VGO) und das Gebiet der Stadt Gießen mit den angrenzenden Kommunen Wettenberg und Heuchelheim mit Linienbussen der Stadtwerke Gießen (SWG) zu erreichen. Die hier verlinkten Liniennetzpläne geben dazu einen schnellen Überblick.

Landkreis Gießen: Bus-Liniennetzplan VGO (externe Internetseite)

Stadt Gießen und direktes Umland: Bus-Liniennetzplan SWG und Fahrpläne (externe Internetseite)

Ein besonderes Freizeit-Angebot bieten:

  • Der Vulkan-Express für Fahrradfahrer mit der Bus-Linie VB-92. Die Linie mit Radanhänger hält im GießenerLand in Grünberg, Laubach und Hungen. Mit dem Vulkan-Express ist für Tagesausflügler der Vulkan-Radweg, aber auch aus Richtung Schotten oder Ulrichstein die Radrouten SolmserLand und Lumda im GießenerLand gut zu erreichen.
  • Der Nachtbus im Stadtgebiet Gießen der Stadtwerke Gießen. Für Genießer des Gießener Kulturangebots werden zwei Nachtbusse zur kostenfreien Nutzung angeboten. Die beiden Linien VENUS und SATURN verkehren jeweils stündlich von 00:27 Uhr bis 4:27 Uhr in den Nächten von Freitag auf Samstag, von Samstag auf Sonntag und vor den Feiertagen ab dem Berliner Platz. Informationen zum Nachtbus unter den SWG Fahrplänen auf der Internetseite der SWG.

Im GießenerLand sind rund 1.000 km Radrouten für Freizeit und Alltagsverkehr zu Ausflugzielen und allen Orten vorhanden. Für Ausflüge und Genusstouren empfehlen sich jedoch die gut ausgeschilderten regionalen Freizeitrouten und die Radfernwege. Diese Freizeitrouten stellen wir Ihnen unter der Rubrik Radrouten vor.

Das historisch gewachsene Wanderwegenetz des GießenerLandes wurde seit der Gründung der Wandervereine: Vogelsberger Höhenclub 1881, Oberhessischer Gebirgsverein 1894 und Westerwald-Verein 1888 markiert und mit den Jahren durch Wanderrouten von verschiedenen Institutionen und Kommunen ergänzt.

2012 kamen durch das Engagement der Landkreise und Kommunen im Lahntal der Qualitätswege Lahnwanderweg sowie durch das Engagement des Landkreises Gießen der Qualitätsweg Kelten-Römer-Pfad hinzu.

Zusammen findet man heute im GießenerLand rund 1.000 km Wanderrouten. Einige dieser Wanderrouten stellen wir Ihnen unter der Rubrik Wanderrouten vor.